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DASH 9 April 2010
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Neue Bilder finden Sie in der Rubrik “Schweden”.
Unsere Anlage
Baubeginn 2007
Wir hatten das große Glück über große ungenutzte Erdmassen zu verfügen und konnten so eine Landschaft bauen, wie wir sie uns vorstellten. Nach einer gewissen Planungszeit in Bezug auf Gleismaterial, entschieden wir uns für Revalda-Edelstahlgleis und legten von Anfang als kleinsten Radius R 3 mit 1175 mm bei Revalda fest. Dies erwies sich beim fortschreiten aller Arbeiten als sehr gute Entscheidung. War der erste Trend noch der Bau einer einheimischen Bahn, kam doch schnell die wahre Leidenschaft zu Tage, uns für die Landschaft, erst von ”little Kanada” sprich Schweden, später dann fürs echte Nordamerika zu entscheiden. Auch ein Argument waren die deutlich günstigeren Preise von Aristo-Craft und USA-Trains. Wir wollten uns eine Landschaft in Miniatur verwirklichen, in der unsere Leidenschaft für Schweden, Schottland, Kanada und den USA zum Ausdruck kommt. Damit haben wir guten Spielraum zum Verwirklichen unserer Ideen. Nach einem Besuch des Miniatur-Wunderlandes in Hamburg kannten unsere Ideen, Träume und Wünsche keine Grenzen mehr. Dieses Spiel von Zügen, Landschaftsgestaltung und Licht war unsere Inspiration.
Mit jedem Fortschreiten des Baus kamen neue Ideen und auch die Qualität des Bauens stieg von Tag zu Tag. Wir hatten zu Anfang keinen Gleisplan. Grob auslegen, verwerfen und bauen. Immer mehr Fortschritt und Spaß. Der erste Zug rollte noch nicht richtig und schon waren die ersten Autos mit Licht fertig. So ging es immer weiter. Kleine und große Probleme wurden bewältigt.
Bei aller Bauerei mit Beton spielt doch die Begrünung und Bepflanzung die Hauptrolle. Was nützt der beste Beton, wenn das Grüne nicht stimmt und passt.
 
Unkraut wächst übrigens klasse - immer viel und dort, wo es nicht sein soll. Da fand meine Frau ein gutes Mittel es einzudämmen. Um ihr im Zuge des weiteren Baufortschritts die Arbeit zu erleichtern, wurde die Gestaltung mit Pflanzen immer in die Planung einbezogen.
Mit viel Geschick, Augenmaß und einem goldenen Händchen schuf sie eine Pflanzenwelt, die optimal zu der Landschaft passt. Verschiedene Koniferenarten, schön kriechende und blühende Bodendecker, Spieren und andere Büsche und Sträucher sind so auf unserer Anlage zu finden. Im letzten Jahr haben wir uns dann winterharte Bonsai-Ahorne und Bonsai-Ulmen zugelegt. Für dieses Jahr (2011) ist noch ein größeres Waldstück geplant. Die Begrünung rundet die Anlage wunderbar ab und macht sie lebendiger.
 
Wie ist die klassische Art amerikanischer Eisenbahner, tiefe Täler zu überbrücken? Die Trestle-Brücke. 3 m Tal und später noch mal fast 8 m, galt es zu überqueren. Eigenbau - und wie. Die Brücken sollten das Gefühl geben, stabil zu sein - und doch den Hauch der Gefährlichkeit zu wecken. Waren es bei der ersten Trestle noch Red-Zeder-Trestle Holz-Profile von 12x12 mm, dann kamen bei der zweiten und längerenTrestle , 9x9mm Profile zum Einsatz. Grazil und stabil - ich glaub es ist gelungen. Um einen zügigen Baufortschritt zu erreichen, wurde eine Art Schablone erstellt. Damit war es dann eigentlich kein Problem mehr. Hölzer in der richtige Stelle einlegen, Verkleben und Verschrauben, fertig! Die Querriegel werden nach Gefühl und Augenmaß und viel Spaß eingesetzt. Damit die Hölzer keine Erdfeuchte bekommen, sind Edelstahlschrauben als Füße eingedreht, die dies verhindern und gleichzeitig als Niveau-Ausgleich dienen. Bei der längeren Trestle galt es dann noch die Steigung im Gleisbogen zu beachten, aber gerade Betonfundamente sind eine gute Basis, um das zu meistern.
 
Eine besondere Herausforderung für uns war der Teichbau. Aus unserem Teich sollte ein, wie aus einem Felsen herauswachsendes, schottisches Schloss entstehen und die Züge auf einem Damm diesen See passieren. Wenige cm vom Wasser entfernt, mit einem gewissen Reiz der Romantik. An anderen Stellen waren eine Hütte auf Holzstelzen und einStrandbereich geplant. Dort konnte der Teich dann nicht so tief sein, wie an den anderen Stellen. Die Teichebenen waren somit mit Teichfolie nicht machbar. Als uns das klar war, gingen wir auf die Suche nach einem geeigneten Material. Recherchen im Internet, Messebesuche und endlose Gespräche in Baumärkten folgten – leider ohne Erfolg. In Deutschland scheint man nur mit Teichfolie oder Fertigteichen zu bauen. Dann haben wir in einer Gartensendung im Fernsehen einen Beitrag über alternative Teichbaumaterialen gesehen. Die österreichische Firma Pastnerit geht da andere Wege. Mit einem GFK-ähnlichen Material können alle Teich- oder Poolformen modelliert werden. Auch der Untergrund muss nicht Beton sein. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen GFK – man muss das getrocknete Material nicht vor dem zweiten Auftragen anschleifen. Das spart Zeit. Wir haben unseren Teich aus Beton modelliert und ihn anschließend mit Pastnerit verarbeitet. Fliesbahnen, die sich leicht in die gewünschte Form geschnitten oder gerissen werden können, werden dafür auf den Untergrund gelegt und mit dem Kleber mit einem Pinsel überstrichen. Nach einer kurzen Austrockenzeit kann mit der zweiten Schicht begonnen werden. Unser Teich hat nun seinen zweiten Winter unbeschadet überstanden, das Wasser wurde nicht abgelassen. Winterhart, Wasserfest, Kratzfest und angenehm vom Trittgefühl. Wir durften Pastnerit auf unserer Homepage offiziell erwähnen und sind auch bei ihnen als Link eingetragen. Infos unter www.pastnerit.at oder www.isotherm.at
 
Auf einer Anlage dürfen Figuren, Tiere und Nebenartikel nicht fehlen. Die Tiere kaufen wir fast alle bei Schleich, Papo oder Bullyland. Nebenartikel, wie z.B. Ausstattungsgegenstände, Lampen, Obst und Gemüse kaufen wir bei Playmobil. Mag sein, dass das für andere Gartenbahner nicht in Frage kommt, weil nicht alles Maßstabsgerecht ist. Für unsere Zwecke ist Playmobil jedoch völlig ausreichend. Preiswert und doch robust. Viele Dinge zum Ausschmücken finden wir auch in manch anderen Shops, die nichts oder wenig mir der Modellbahn zu tun haben. Figuren wurden oft fertig gekauft, doch inzwischen kaufen wir unbemalte Großpackungen. Das Bemalen ist dann Frauensache. Bei einigen Figuren haben wir die Adam- und Eva-Sets ausprobiert – gut zu sehen auf unserer Homepage in der „Werkstatt“ unter „Schneiderei“ bzw. „Bodypainting“.
 
Für die Straßenlaternen haben wir uns auch so unsere eigenen Gedanken gemacht. Die üblichen Verkaufsartikel entsprachen nicht unbedingt unseren gestalterischen und preislichen Vorstellungen. Plastikkorken von Sektflaschen, ein paar Plastikrohre, LED`s – eine ideale Mixtur. Bei nicht mal 5 € Materialkosten hat man noch den Spaß einer Flasche Sekt. Die Leuchten am Bahnhof, der schwedische Möbelgigant, ein Klasse Lieferant für Zubehör des Gartenbahners.
 
Das Gefühl in den Rocky-Mountains zu sein, bei Nacht auf die Weite der Landschaft zu blicken, die Stimmung der Nacht zu genießen. Selbst wenn kein Zug fährt, verführen die Gedanken zum Träumen. Einfach toll.
Was für Gleis und Straßen gilt, trifft natürlich auch auf alle Gebirge und Flussläufe zu. Auf soliden Fundamenten strotzen sie der Natur. So bereiten sie uns wenig Sorgen und sind sehr robust. Die Steine, Grauwacke in verschiedenen Farben, holen wir aus einem nahen Steinbruch. Beim Aussuchen der Steine ist die Phantasie ein guter Baugehilfe. Mit Beton als Baustoff dazu, können wir so unsere Vorstellung von den echten Rockie`s verwirklichen. Immer auch mit dem Hintergedanken, wo noch ein Leerrohr eingebaut wird, um die vielen Ideen in puncto Lichtgestaltung verwirklichen zu können.
 
Licht ist für uns ein wichtiges Element der Gestaltung. Alles mit LED`s, keine Ahnung, wieviele - aber über tausend, ergeben sie die herrlichsten Möglichkeiten und immer neue Ideen.
Das gesamte Zubehör wird mit 12 V Gleichstrom, Schaltnetzteil 12V/10A, betrieben. Und klappt sehr gut.
 
Ein wenig Kopfzerbrechen bereitete uns der Bau der Gebäude des Castle`s und der „Glenfiddich-Destillerie“. Was sollte der Baustoff sein? Bei A.Bretzler fanden wir die Jig-Stone-Formen. Einige Säcke Fertigmischung - so blieb die Körnung gleich und viele Stunden Gießen der Formen im 2-Schicht System. Flex-Fliesenkleber dazu und es entstanden Gebäude die unserer Vorstellung entsprachen. Der Innenausbau braucht zwar noch einige Zeit, aber die Schotten sind ja auch nicht die Erfinder der Schnelligkeit.
 
Die Ortsnamen auf unserer Anlage gibt es wirklich. Jedoch haben wir diese Orte nicht nachgebildet. Vielmehr sind die Orts- bzw Landschaftsnamen aus interessanten Geschichten oder aus dem Blick auf die Landkarte entstanden.
 
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